Auf Grund eines sich ändernden Kundenverhaltens und der aktuellen Fördersituation ist davon auszugehen, dass sowohl Anzahl und damit der Anteil der Elektrofahrzeuge (Elektroautos) stark steigen wird.
Aktuelle Sicherheitskonzepte, Richtlinien oder Normen und die darin festgelegten Parameter für Planungszwecke in öffentlichen Räumen (unter anderem Wärmefreisetzungsraten, Brandbekämpfungsmaßnahmen oder Rettungskonzepte) gehen von den Risiken konventioneller Energieträger aus. Der Einsatz neuer Energieträger wie z. B. im Elektroauto führt jedoch zu anderen und neuartigen Gefahren, wie zum Beispiel Batteriebränden, Stichflammen aus Gasdruckbehältern (bei Gas- und Wasserstofffahrzeugen) oder der Ausbreitung leicht entzündlicher Gase. Das Auftreten dieser Gefahren muss in Brandschutz- und Sicherheitskonzepten berücksichtigt werden, um den Schutz der Bevölkerung und der Infrastruktur zu gewährleisten.
In diesem Zusammenhang ergeben sich aus dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur zivilen Sicherheitsforschung (SIFO) geförderten Forschungsprojekt SUVEREN (https://www.suveren-nec.info/) neue Erkenntnisse bezüglich der Risiken und zukünftigen Sicherheitskonzepte bei der Nutzung von Elektroautos in geschlossenen Gebäuden wie Tunneln, Tiefgaragen, Depots und Werkstätten. Bitte beachten Sie auch das Seminar „Umgang mit Hochvolt-Fahrzeugen im Feuerwehreinsatz und bei Rettungsarbeiten – Besondere Gefahren bei Elektrofahrzeugen“.